Tumorpatienten aktiven Einbindung der Patienten in die Tumortherapie, insbesondere

Tumorpatienten erleben eine Vielzahl von akuten und
chronischen Symptomen. Diese können krankheits? oder therapiebedingt auftreten und belasten häufig auch noch Jahre nach
Abschluss der Tumorbehandlung die Patienten schwer. Die Anzahl der Symptome
korreliert mit der Beeinträchtigung der Lebensqualität und der physischen und
sozialen Funktionalität. Außerdem ist ein Anstieg von Anzahl und Intensität von
Symptomen mit einer verkürzten Überlebenszeit assoziiert.

Die Vorbereitung der Patienten auf eine
selbstständigen und selbstwirksamen Umgang mit der Tumorerkrankung und ihren
Folgen ist von wachsender Bedeutung, zum einem da die Überlebenszeiten sich
deutlich verlängert haben und die Erkrankung in den Kontext anderen chronischer
Erkrankungen eingeordnet werden muss. Zum anderen verstärken orale
Tumortherapien und eine vermehrt ambulante Behandlung die Notwendigkeit der
aktiven Einbindung der Patienten in die Tumortherapie, insbesondere in das
Nebenwirkungs- bzw. Toxizitätsmanagement. Das symptombezogene Selbstmanagement ist
dabei ein dynamischer, selbstgesteuerter Prozess der Patienten dazu befähigt
selbständig im Nebenwirkungsmanagement Initiativen zu ergreifen.

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An insgesamt N=501 Patienten wurden in zwei
cluster-randomisierten Studien, einer nicht-randomisierte und einer explorativen
Mixed-Method Studie pflegerische Selbstmanagementinterventionen bezogen auf Einzelsymptome
(Schmerz, Fatigue) und multiple Symptome (Anorexie, Nausea und Emeses, bzw.
Bewegungsmangel/Fatigue, Orale Mucositis und Mangelernährung) hinsichtlich
ihrer klinischen Wirksamkeit evaluiert.

Symptombasierte Selbstmanagementinterventionen können
bei Tumorpatienten zu einer Verbesserung der Adhärenz führen, die Folgen der
Erkrankung oder therapiebedingten Nebenwirkungen abmildern und letztlich die
gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessern. Interventionen sollten dabei
über klassische Selbstmanagementkonzepte hinausgehen und sowohl die kognitiven
Barrieren adressieren als auch die Motivation durch spielerische Elemente fördern.